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caissa schach chronik - Vereinsschach in Deutschland

Meister der DDR

Titelträger der Männer und Frauen

Jahr Männer Frauen
1949 BSG Erich Zeigner Leipzig
1950 BSG KW Süd Leipzig
1951 BSG Einheit Ost Leipzig
1952 BSG Einheit Ost Leipzig
1953 BSG Einheit Ost Leipzig BSG Motor Gohlis Nord
1954 BSG Einheit Ost Leipzig BSG Motor Albert Richter Halle
1955 SC Wissenschaft Halle BSG Motor Albert Richter Halle
1956 SC Wissenschaft Halle BSG Motor Albert Richter Halle
1957 SC Einheit Dresden BSG Motor Albert Richter Halle
1958 SC Einheit Dresden BSG Chemie Buna Schopkau
1959 TSC Oberschöneweide SC Chemie Halle
1960 TSC Oberschöneweide SC Chemie Halle
1961 TSC Oberschöneweide SC Chemie Halle
1962 SC Einheit Dresden SC Chemie Halle
1963 TSC Berlin SC Chemie Halle und HSG Wissenschaft KMU Leipzig
1964 SC Chemie Halle SC Chemie Halle
1965 TSC Berlin BSG Lokomotive Erfurt
1966 TSC Berlin HSG Wissenschaft KMU Leipzig
1967 BSG DAW Berlin HSG Wissenschaft KMU Leipzig
1968 SG Leipzig BSG Buna Halle
1969 BSG Buna Halle BSG Wissenschaft Lokomotive Dresden
1970 SG Leipzig BSG DAW Berlin
1971 SG Leipzig BSG Buna Halle
1972 SG Leipzig BSG Buna Halle
1973 SG Leipzig BSG Buna Halle
1974 BSG Buna Halle BSG Buna Halle
1975 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Buna Halle-Neustadt
1976 SG Leipzig BSG Buna Halle-Neustadt
1977 SG Leipzig BSG Buna Halle-Neustadt
1978 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Motor Leipzig Lindenau
1979 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Motor Weimar
1980 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Buna Halle-Neustadt
1981 SG Leipzig BSG Buna Halle-Neustadt
1982 SG Leipzig BSG AdW Berlin
1983 BSG Baukombinat Leipzig BSG AdW Berlin
1984 BSG Baukombinat Leipzig BSG Buna Halle-Neustadt
1985 BSG Baukombinat Leipzig BSG AdW Berlin
1986 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Buna Halle-Neustadt
1987 BSG Buna Halle-Neustadt BSG Buna Halle-Neustadt
1988 BSG Mikroelektronik Erfurt BSG AdW Berlin
1989 BSG Baukombinat Leipzig BSG AdW Berlin
1990 BSG Empor HC Berlin
1991 Erfurter SV West

Nach dem II. Weltkrieg wurde der Deutsche Meister zunächst noch in allen Besatzungszonen gemeinsam ermittelt, obwohl der Trend schon längst Richtung deutscher Teilung ging.

Noch bevor die DDR am 7. Oktober offiziell gegründet wurde, spielten vom 15.-18. September 1949 in Wernigerode fünf Mannschaften um die Meisterschaft in der sowjetischen Besatzungszone. Sieger wurde die BSG Erich Zeigner Leipzig mit 21½ Brettpunkten, einem mehr als Verfolger BSG Post West Magdeburg und drei Punkte vor der BSG KWU Fortuna Erfurt. ZSG Wittenberge und Einheit Rostock waren weit abgeschlagen.

1952 wurde die DDR-Meisterschaft erstmals in einem Ligensystem ausgespielt. Die sechs Landesmeister – Einheit Rostock, Einheit Landesregierung Potsdam, Werner Seelenbinder Berlin, Aufbau Börde Magdeburg, Empor Erfurt und Einheit Leipzig-Ost spielten statt zentral in einer Liga einrundig den Meister aus.

Die Länder der DDR waren allerdings bald darauf Geschichte und wurden von 15 Bezirken abgelöst. Der Schachverband probierte neue Modelle aus. Dabei spielte die SED-Maxime eine gewichtige Rolle, nach der nur die besten Sportler an der Meisterschaft teilnehmen sollten. Die Schachelite wurde in Berlin, Dresden, Leipzig und Halle konzentriert.

Halle, das als Hochschul-Sportgemeinschaft „Geschwister Scholl“ begann, wurde Betriebsmannschaft, Verein und ist im neuen Jahrtausend wieder Universitätssportverein. Auch was den Erfolg betrifft, hat sich hier ein Kreis geschlossen. So wurde Halle 2007 und 2010 Deutscher Meister der Frauen. Unter den verschiedenen Namen feierten zuvor die Männer elf, die Frauen 19 DDR-Meisterschaften.

Der DDR-Verband war nicht nur beim Ligaspielbetrieb dem Westen weit voraus, sondern noch viel mehr bei den Frauenmannschaften. Bereits seit 1953 spielten auch die Frauen um den Titel. Erst nach dem Mauerfall wurde der erste Mannschaftsmeister der Frauen auch im Westen ermittelt.

Der letzte DDR-Meister der Männer wurde dagegen noch ermittelt, als die DDR schon nicht mehr existierte. Erst ab 1991 nahmen ostdeutsche Mannschaften an der Bundesliga teil.

Hinweis: Andere Quellen weichen bei den Meisterschaften 1956 und 1985 bis 1987 ab. Wenn Du hierüber Material hast, melde Dich bitte.

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Text: Rainer Osenberg

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