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caissa schach chronik - BundesligaAufstrebende NeulingeBundesliga von 1996 bis 2007
Meister 1996-2007 Als Deutscher Meister hatte sich der FC Bayern München 1995 aus der Schach-Bundesliga verabschiedet. Neun Titel in 15 Jahren waren gelungen, doch nun war der Weg frei für andere ambitionierte Mannschaften. In den ersten fünf Jahren nach dem Rückzug der Bayern regierten die „üblichen Verdächtigen“ weiter, die SG Porz und die Solinger SG. Vier Titel in fünf Jahren für Porz
Bundesliga Die Solinger SG, die in dieser Zeit zur SG Aljechin Solingen 1868 fusionierte, hatte zuletzt keine überragenden Resultate in der Bundesliga erzielt, landete 1996 aber wieder auf dem 2. Platz. Überlegener und verlustpunktfreier Meister aber wurde die SG Porz, die nicht nur an den vorderen Brettern stark besetzt war. Dort spielten Lutz, Hübner, Hort, Christiansen und Waganjan. 1997 waren es die Solinger, die ohne jeden Punktverlust die Meisterschaft für sich entscheiden konnten. Diesmal wurde Porz deutlich distanziert. Und auch die Solinger Mannschaft war exquisit besetzt, z.B. mit Michael Adams, Artur Jussupow, Jonathan Speelman und Jeroen Piket an den vorderen Brettern. 1998 verlief der Zweikampf knapper, und diesmal hatte wieder Porz die Nase vorn. Und so sollte es auch in den nächsten Jahren bleiben. Drei Meisterschaften in Folge gelangen den Porzern, ohne dass sie auch nur eine einzige Niederlage hinnehmen mussten. Vizemeister wurde jeweils die Solinger SG. Doch 1999 war eine Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen, die noch Furore machen sollte, auch wenn das erste Jahr auf Platz 11 beendet wurde: der Lübecker SV. Anzeige
Lübeck bricht in die PhalanxDie Holsteiner waren es nicht nur, die den Porzern nach langer Zeit die erste Niederlage zufügten, sondern konnten auch die 20-jährige Vorherrschaft der großen Drei Solingen, Porz und Bayern brechen. Mit nur einem Unentschieden – gegen den anderen Newcomer der Zeit, Werder Bremen – wurde Lübeck Meister. Liest man die Aufstellung der Lübecker, wundert der Titel nicht. Schirow, Adams, Barejew, Speelman, Jepischin und Nunn sind nur einige Namen. Dreimal in Folge wurde das Starensemble von der Ostsee Meister, und alles schien dafür zu sprechen, dass auch der vierte Titel gelingen könnte. Doch gut zwei Wochen vor dem Start der neuen Saison schockte Lübeck mit seinem Rückzug. Sponsor Galaxis mit seinem Vorstandsvorsitzenden Winfried Klimek hatten plötzlich den Geldhahn zugedreht. Klimek, der im August 2005 zu fünf Jahren Haft verurteilt werden sollte, war auch als Sponsor des Handballvereins HSV Hamburg schon des öfteren mit Zahlungen in Rückstand geraten. Ein Nachfolger als Newcomer der Liga war aber bereits gefunden. 2002 war der SC Baden Oos in die Bundesliga aufgestiegen und hatte – wie einst Lübeck – im ersten Jahr einen Mittelfeldplatz erzielt. Mit Spielern wie Anand, Hübner, Swidler und Schirow, der in Lübeck den Absprung geschafft hatte und somit nicht wie andere ein Jahr pausieren musste, war Baden der Favorit der Saison. Letztlich musste ein Stichkampf zwischen Baden und Porz entscheiden. Dieser fand gemeinsam mit dem Stechen der Frauenbundesliga in Baden-Baden statt. Porz gewann knapp dank der Siege von van Wely, Graf und Waganjan. Doch Baden-Baden konnte nicht nur auf einen zuverlässigeren Sponsor bauen als einst Lübeck, sondern hatte auch einen langen Atem. Der war 2004/05 auch erforderlich, da man Porz und Werder Bremen an sich vorbei ziehen lassen musste. Bremen gewann überraschend den Stichkampf gegen Porz und feierte seine erste Deustche Meisterschaft. 2006 gelang dem OSC Baden-Baden, wie man sich inzwischen nannte, der erste und beleibe nicht letzte Meistertitel. Das Team um Anand, Swilder und Schirow dominierte die Liga auf Jahre. Werder Bremen entwickelte sich, trotz einer grauenhaften Saison 2006/07 zum stärksten Widersacher.
Rafael Waganjan Dies lag auch daran, dass sich die SG Porz nach der Saison 2006/07 in die 2. Liga zurückzog. Grund dafür war die Gründung des Schachbundesliga e.V., der die Bundesliga künftig in Eigenregie vermarktet sollte. Mäzen Wilfried Hilgert wollte deren Pläne, die seines Erachtens besonders den Jugendbereich vernachlässigte. nicht unterstützen. Ein Kernpunkt der Planungen des Bundesliga e.V. war übrigens die Liveübertragung via Internet. Von der hatte bereits Lübecks Sponsor Klimek einst geschwärmt, der glaubte, 400.000 Zuschauer pro Mannschaftskampf erreichen zu können. Waganjan punktete am meistenZwischen 1995 und 2007 war Rafael Waganjan von der SG Porz der eifrigste Punktesammler. Aus seinen 157 Partien holte er 108½ Punkte. Sein Vereinskollege Curt Hansen erzielte 92½ Punkte aus 124 Partien. Klaus Bischoff kam in diesem Zeitraum auf 89½/153. |
Chronik
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Quellen und mehr Informationen Die Bundesliga-Daten wurden sorgfältig recherchiert und miteinander abgestimmt. Besonders hilfreich waren hierbei die Internet-Seiten Schachbundesliga, Deutscher Schachbund, TeleSchach, Schachbezirk Mittelbaden sowie die Printmedien Deutsche Schachblätter, Bayer. Schachbund, Nürnbg., ISSN 0930-8121 und SchachReport, Verlag Dt. Schachblätter/Schachreport, Hollfeld, ISSN 0930-8652. Weitere Quellen für bestimmte Saisons sind auf den einzelnen Seiten angegeben. Rechte an dieser Seite Text: Rainer Osenberg, Bilder: Malte Hübner (Horn, gemeinfrei Details), Times (Wikimedia) (Fanmeile, cc-by-sa 3.0 Details), Frank Hoppe (Waganjan, gemeinfrei Details) Diese Seite merken Letzte Aktualisierung 26.7.2010, 10.49 Uhr |
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| chronik Vereinsmannschaften Deutschland 1996 bis 2007 | © 2007-2010 Rainer Osenberg | ||||||||||||||||||||||||||
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