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Deutsche Pokalmannschaftsmeisterschaft

Pokalsieger in Deutschland

Jahr Sieger
1983 SG Porz
1984 SC 1868 Bamberg
1985 SC Miesenbach
1986 Solinger SG 1868
1987 Hamburger SK 1830
1988 Bayern München
1989 SG Porz
1990 Bayern München
1991 Bayern München
1992 Bayern München
1993 Bayern München
1994 SG Porz
1995 Bayern München
1996 Bayern München
1997 SG Porz
1998 SG Porz
1999 SG Porz
2000 SG Porz
2001 Lübecker SV 1873
2002 Lübecker SV 1873
2003 SC Baden Oos
2004 SG Porz
2005 OSC Baden-Baden
2006 SG Aljechin 1868 Solingen
2007 OSC Baden-Baden
2008 OSC Baden-Baden
2009 SG Solingen 1868
2010 OSG Baden-Baden

Pokalsieger

Seit der Saison 1982/83 wird auf bundesdeutscher Ebene der Pokalwettbewerb – offiziell Deutsche Pokalmannschaftsmeisterschaft – ausgetragen. Das Gros der Teilnehmer qualifiziert sich bei den Verbandspokalen. Die Bundesligisten haben dazu ebenso ein Startrecht wie der Blindenschachbund.

Der erste Pokalsieger war die SG Porz, die anschließend noch weitere siebenmal den Pokalsieg einheimsen konnte. Den Porzern gelang neben Bayern München als einziger Mannschaft das Kunststück, den Titel viermal in Folge zu erringen.

Die Bayern liegen mit ingesamt sechs Erfolgen zwei Titel hinter dem Rekordpokalsieger aus Porz. Die OSG Baden-Baden konnte den Titel inzwischen viermal gewinnen, die SG Solingen gewann bislang dreimal.

Pokal im Umbruch

Der Pokal in Deutschland fristet immer mehr ein Aschenputtel-Dasein. Der Wettbewerb der Frauen findet inzwischen mangels Interessenten schon gar nicht mehr statt. Dabei hält sich der Aufwand für die Vereine eigentlich in überschaubaren Grenzen, ist das System doch so angelegt, dass selten und in der Regel auch nicht weit gereist werden muss. Die Runden werden nach regionalen Gesichtspunkten zusammen gestellt. Diese Regelung schont allerdings wohl die Geldbeutel, nimmt dem Wettbewerb allerdings natürlich auch ein wenig von seinem Pokalcharakter.

Die Bundesligisten, denen bislang stets ein Platz im Wettbewerb reservierten, zeigen zu einem großem Teil dem Wettbewerb die „kalte Schulter“. Die Entscheidung, die Endrunde des Pokals mit der Massenveranstaltung Ramada-Cup zusammenzulegen, war da sicherlich wenig hilfreich und wurde inzwischen revidiert. Allerdings wurden die Privilegien der Bundesligisten beschnitten. Langfristig muss abgewartet werden, ob der Pokal einen höheren Wahrnehmungsstatus bei Spielern und Publikum erreicht.

In den letzten zehn Jahren machten vier Mannschaften den Pokal unter sich aus und standen sich meist im Finale gegenüber. Baden-Baden siegte 2003, 2005, 2007 und 2008 und verlor das Finale 2004. Die SG Porz war 2000 und 2004 Pokalsieger, verlor aber 2001, 2003 und 2005 im Endspiel. Der Lübecker SV gewann dagegen 2001 und 2002 seine beiden Finals. Seit vier Jahren immer im Endspiel ist der Solinger SG. 2006 und 2009 gelang der Pokalsieg, 2007 und 2008 verlor man das Finale. Nur drei weitere Vereine schafften es in den letzten zehn Jahren ins Endspiel und verloren alle: der Godesberger SK 2000, der SC Kreuzberg 2006 und der SK Heidelberg 2009.

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Text: Rainer Osenberg

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