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caissa schach chronik - FernschachFernschach-WeltmeisterschaftWM-Geschichte seit 1947 1928 wurde der Internationale Fernschachbund IFSB in Berlin gegründet, der 1935 von der damals auch noch sehr jungen Fide als Spitzenverband des Fernschachs anerkannt wurde. 1937 wurde die Einführung einer Weltmeisterschaft beschlossen. Ein Jahr zuvor war die entsprechende Idee auch von der Fide und von namhaften Nahschachspielern gutgeheißen worden.
Medaillenspiegel Männer-WM Der II. Weltkrieg stoppte die Bemühungen jäh. Es dauerte bis Ende 1945, dass mit der ICCA ein neuer Fernschachverband gegründet wurde, der auch das Thema WM vorantrieb. 1947 begann schließlich der erste WM-Zyklus im Fernschach. 78 Spieler aus 22 Ländern nahmen den Kampf um die Fernschachkrone auf. Zu Beginn der WM-Geschichte wurden die Weltmeisterschaften strikt nacheinander ausgetragen. Um sich für einen WM-Zyklus zu qualifizieren, war mindestens ein Sieg bei einem Meisterklasseturnier erforderlich, wenn man nicht aufgrund anderer großer Leistungen eingeladen wurde. Jeder WM-Zyklus begann mit einer Vorrunde, gefolgt vom Halbfinale, in dem man sich für das WM-Finale qualifizieren konnte. Erst in den 1970er-Jahren wurde der Ablauf der Zyklen geändert. Nun wurden mehrere Zyklen parallel gespielt und zwischen das Halbfinale und das Finale ein so genanntes 3/4-Finale eingeschoben. Heute wird dieses meist als Kandidatenturnier bezeichnet. Von 1950 dauerte das erste WM-Finale1950 waren schließlich 14 Spieler übrig geblieben, die im ersten WM-Finale um den Titel kämpften. Darunter waren mit Edmund Adam und Leopold Watzl auch je ein Teilnehmer aus Deutschland und Österreich. 1953 stand der Australier Cecil Purdy als erster Fernschach-Weltmeister fest. Purdy war gleichzeitig auch Vizepräsident der ICCF. 1979 starb er bei einer Schachpartie. Als letzte Worte wurden ihm „Ich habe eine Gewinnstellung, aber es wird noch einige Zeit brauchen“ zugeschrieben.
Horst Rittner Das zweite WM-Finale gewann 1959 ein Vizepräsident der Fide. Der sowjetische Verband durfte für die zweite WM einen Platz vergeben, und die Wahl fiel auf Wjatscheslaw Ragosin. Botwinniks Freund und Trainingspartner gewann mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem Australier Endzelins und dem Deutschen Lothar Schmid. Ragosin starb 1962 als Weltmeister. Sein Nachfolger wurde mit dem Belgier O'Kelly de Galway ein weiterer bekannter Nahschachspieler. Später war er auch als WM-Schiedsrichtiger bekannt. Vierter Weltmeister wurde 1965 der Sowjet Wladimir Sagorowski, der das Schachspiel als reiner Amateur betrieb. Später schaffte er noch zwei Vizeweltmeisterschaften. Anzeige
Der fünfte Weltmeister, Hans Berliner, war ein gebürtiger Deutscher, der als Kind mit seiner Familie vor den Faschisten flüchtete. Ihm folgte als sechster Weltmeister Horst Rittner aus der DDR. Er und der Weimarer Fritz Baumbach, der 1989 den Titel errang, sind bis heute die einzigen deutschen Weltmeister geblieben. Mit Tunc Hamarat hatte Österreich 2004 ebenfalls einen Weltmeister. 2000 gelang es dem Esten Tõnu Õim als erstem Spieler, einen zweiten WM-Titel zu erkämpfen. Zuvor hatte er bereits 1983 die Weltmeisterschaft für sich entschieden. Dieses Kunststück gelang später nur noch dem Niederländer Joop van Oosterom, der in den Jahren 2005 und 2007 den Titel errang. Die Frauen folgten in den 1960ern
Medaillenspiegel Frauen-WM Erst 1965 begannen auch die Frauen ihren ersten WM-Zyklus. Erste Weltmeisterin wurde 1972 Olga Rubzowa, die 1956 bereits Nahschachweltmeisterin wurde. Niemandem sonst gelang es, Nah- und Fernschachweltmeister zu werden. Ihr folgte mit Jora Lakowenka eine weitere sowjetische Weltmeisterin, bevor Luba Kristol den ersten ihrer beiden WM-Titel erringen konnte. Die siebte Frauen-WM, deren Finale 2002 begann und die mit einem Sieg der Russin Olga Sucharewa endete, war die erste, bei der das Finale parallel zu einem noch laufenden ausgetragen wurde. Aus diesem Grunde wurden in den ersten vierzig Jahren in der Geschichte der Frauen-WM nur siebenmal Weltmeisterinnen gekürt. |
Chronik
Weltmeisterschaften Männer: 1953 Cecil Purdy • 1959 Wjatscheslaw Ragosin • 1962 Alberic O'Kelly de Galway • 1965 Wladimir Sagorowski • 1968 Hans Berliner • 1971 Horst Rittner • 1976 Jakow Estrin • 1980 Jørn Sloth • 1983 Tonu Oim • 1984 Victor Palciauskas • 1989 Fritz Baumbach • 1991 Grigori Sanakojew • 1998 Michail Umanski • 2000 Tonu Oim • 2000 Gert Timmerman • 2004 Tunc Hamarat • 2005 Joop van Oosterom • 2006 Ivar Bern • 2006 Christophe Léotard • 2008 Joop van Oosterom • 2010 Alexander Dronow Frauen: 1972 Olga Rubzowa • 1977 Jora Lakowlewa • 1984 Luba Kristol • 1992 Ljudmila Belawenetsch • 1998 Luba Kristol • 2005 Alessandra Riegler • 2006 Olga Sucharewa Anzeige
WM-Hintergrund Weltmeisterschaften werden als Rundenturniere ausgetragen. Es laufen stets mehrere Zyklen gleichzeitig, wobei sich ein Zyklus über Vorrunde, Halb- und Kandidatenfinale sowie die eigentliche WM erstreckt. WM aktuell Last-Minute-Weltmeister Dronow Laufende Weltmeisterschaften Quellen und mehr Informationen ICCF • Wikipedia • Nahschach-WM Rechte an dieser Seite Text: Rainer Osenberg, Bild: Frank Hoppe (Rittner, gemeinfrei Details) Diese Seite merken Letzte Aktualisierung 23.7.2010, 10.38 Uhr |
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| chronik Fernschach Weltmeisterschaft | © 2007-2010 Rainer Osenberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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