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caissa schach chronik - Nationalmannschaft

Nationalmannschaften

Olympia, WM und Kontinentalmeisterschaften

Die Geschichte der wichtigen Mannschaftswettbewerbe begann bereits 1924, als anlässlich der Olympischen Spiele in Paris die Fide gegründet wurde. Bei dieser Gelegenheit fand ein erster gemischter Einzel- und Mannschaftswettbewerb, dem 1926 ein erstes kleines Mannschaftsturnier folgen sollte.

Nationalmannschafts-Turniere im Laufe der Zeit

Anfänge der Schacholympiade Sowjetische Dominanz bei der Schacholympiade Frauen-Olympiaden Europameisterschaften Panamerikameisterschaften Asienmeisterschaften Schweizer System bei der Schacholympiade Mannschafts-Weltmeisterschaften Russische Dominanz bei der Schacholympiade Afrikameisterschaften Neue Sieger bei der Schacholympiade Frauen-Weltmeisterschaften

Nationalmannschafts-
Meilensteine

1927 in London fand dann das erste größere Mannschaftsturnier statt, das heute als erste Schacholympiade bezeichnet wird. Parallel dazu wurde auch die erste Weltmeisterin ermittelt. Die WM der Frauen und die Schacholympiade fanden bis zum II. Weltkrieg meist parallel statt.

Ab 1930 durften auch offiziell Berufsspieler am Mannschaftsturnier teilnehmen, was man zuvor – wohl wegen der erwünschten Nähe zu den Olympischen Spielen – vermieden hatte. Ganz wollte man aber wohl nicht von diesem Traum lassen, ließ man 1936 in München doch eine „Schacholympiade“ zu, wie sie vom Großdeutschen Schachbund genannt wurde. Dieser war wegen seiner Rassenpolitik nicht mehr Mitglied der internationalen Schachfamilie. Im Jahr von Olympia in Berlin duldete die Fide aber das deutsche Ansinnen und stellte ihren Mitgliedern die Teilnahme frei.

Die um die „angeschlossenen“ Österreicher ergänzte großdeutsche Mannschaft gewann 1939 den Wettbewerb in Buenos Aires. Da während des Turniers der Weltkrieg ausbrach und infolgedessen einige Ergebnisse verhandelt wurden, ist der sportliche Wert allerdings eher fraglich. Viele Spieler, nicht nur der deutschen Mannschaft, nutzten ihren Aufenhalt in Südamerika und blieben gleich dort.

Aufbruch nach dem Krieg

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Schacholympiade rasch wieder aufgenommen, ebenso wie die beiden deutschen Verbände in die Fide. So war der ostdeutsche DSV der erste Sportverband, der international anerkannt wurde. Auch der DSB wurde weitaus früher wieder akzeptiert als Verbände anderer Sportarten.

Doch nun blieb es nicht mehr nur bei dem einen Turnier. 1957 fand im niederländischen Emmen auch die erste Olympiade der Frauen statt. Im gleichen Jahr wurde in Wien der erste Europameister ermittelt. Sieger beider Turniere war natürlich die Sowjetunion.

Diese hatte 1952 erstmals den Handschuh in den Ring geworfen und waren praktisch nicht zu schlagen. Nur ein einziges Mal gewann man nur Silber. 1978 musste man sich den Ungarn geschlagen geben. Zwei Jahre zuvor hatte man den Amerikanern Gold überlassen, da man wie viele andere Nationen die Spiele in Haifa boykottierte.

1976 war jedoch auch in anderer Hinsicht ein Meilenstein: Seitdem wurden beide Olympiawettbewerb am gleichen Ort ausgetragen, also sowohl das Frauenturnier als auch das offene. Zuvor war dies nur einmal in Skopje 1972 der Fall gewesen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde der Modus in das Schweizer System geändert.

Neben den zunehmenden politischen Fragen, die auch auf die Schacholympiade wirkten, wurde der immense logistische und finanzielle Aufwand der Schacholympiade für viele Veranstalter zum Problem. So musste die Schacholympiade 1994 kurzfristig in Moskau improvisiert werden. 1986 in Dubai war zwar reichlich Geld vorhanden, dafür gab es den befürchteten politischen Ärger.

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Geburt der Mannschafts-WM

Ab 1985 wurde die Schacholympiade zur Qualfikation degradiert. In Luzern fand die erste Weltmeisterschaft der Mannschaften statt. Neben den Besten der vorangegangenen Olympiade qualifizierten sich die Mannschaften bei den Kontinentalmeisterschaften. Seit 1971 wurde in Amerika, seit 1974 in Asien ein kontinentaler Meister ausgespielt.

Die WM sollte alle vier Jahre in Luzern als Rundenturnier stattfinden. Erst 2001 wurde erstmals ein anderer Austragungsort gewählt, seitdem wechselt dieser stets. Sieger der WM war erwartungsgemäß die Sowjetunion, bis diese sich in Wohlgefallen auflöste.

Die Frauen, die einige Male ebenfalls eine Mannschaft zur WM entsandten, erhielten erst 2007 eine eigene Mannschafts-WM. Die ersten beiden Ausgaben gewannen die Chinesinnen.

Nationalmannschaften bei caissa

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Nationalteams in der Chronik

Mannschafts-WM

1985, 1989, 1993, 1997, 2001, 2005, 2010Frauen

Schacholympiade

Anfänge der Schacholympiade: 1927, 1928, 1930, 1931, 1933, 1935, 1937, 1939Sowjetische Überlegenheit: 1950, 1952, 1954, 1956, 1958, 1960, 1962, 1964, 1966, 1968, 1970, 1972, 1974Olympia im Schweizer System: 1976, 1978, 1980, 1982, 1984, 1986, 1988, 1990Nach dem Zerfall der Sowjetunion: 1992, 1994, 1996, 1998, 2000, 2002Neue Sieger im neuen Jahrtausend: 2004, 2006, 2008Frauen

Kontinentalmeisterschaften

Europa, Asien, Afrika, Amerika

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Quellen und mehr Informationen

OlimpBase

Rechte an dieser Seite

Text: Rainer Osenberg
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6.6.2010, 21.50 Uhr

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