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caissa schach chronik - Schacholympiade

Olympia im Schweizer System

Schacholympiaden von 1976 bis 1990

Pl. Land G S B
1. Sowjetunion 18 1 0
2. USA 5 4 5
3. Ungarn 3 5 2

Medaillenspiegel bis 1990

Schon 1972 hatten die Damen und die Herren in Skopje ihre Schacholympiaden parallel an einem Ort ausgetragen. Seit 1976 ist dies nun regelmäßig der Fall. Damit gehören die Schacholympiaden regelmäßig zu den größten Sportveranstaltungen der Welt.

Schacholympiade von 1976 bis 1990

Olympia
1976-1990

Eine weitere wichtige Änderung wurde ebenfalls 1976 eingeführt, minderte aber den sportlichen Wert der Schacholympiade. In Haifa wurde erstmals das Schweizer System angewandt. Damit wurde einerseits der Zeitplan wohl gestrafft, andererseits aber insbesondere im breiten Mittelfeld die Plazierung zu einem guten Teil dem Zufall überlassen.

Zunächst waren jeweils 13 Runden angesetzt, später dann gewöhnlich 13 Runden. Die Teilnehmerzahl stieg rapide an. Fide-Präsident Max Euwe hatte sich zum Ziel gesetzt, die Schachwelt deutlich zu vergrößern, seine Nachfolger Olafsson und Campomanes taten es ihm gleich.

Jahr Ort Sieger
1976 Haifa USA USA
1978 Buenos Aires Ungarn Ungarn
1980 Valletta Sowjetunion Sowjetunion
1982 Luzern Sowjetunion Sowjetunion
1984 Saloniki Sowjetunion Sowjetunion
1986 Dubai Sowjetunion Sowjetunion
1988 Saloniki Sowjetunion Sowjetunion
1990 Novi Sad Sowjetunion Sowjetunion

Olympiaden bis 1939

1976 jedoch gab es nur sehr wenige Teilnehmer. Grund dafür war, dass das Turnier nach Israel vergeben wurde. Nach den Nahostkriegen hatten damit nicht nur die arabischen Länder Probleme, die aber trotz der Feindseligkeiten eingeladen waren. Auch die Sowjetunion und ihre Satellitenstaaten lehnten eine Teilnahme ab. Schließlich wurde in Libyen auch noch eine „Against-Israel-Olympiade“ veranstaltet, der der Ostblock jedoch ebenfalls fernbliebt. Die USA nutzten die sowjetische Abwesenheit, um nach 1937 den ersten Olympiasieg zu erringen.

Als 1978 die Schacholympiade nach Buenos Aires zurück kehrte, waren auch die osteuropäischen Verbände wieder an Bord. Auch diesmal stand Olympia in Argentinien unter keinem guten Stern. Diesmal waren die Bedingungen in den Katakomben des River Plate Stadions schuld daran. Hier war kurz zuvor der argentinische Traum von der Fußballweltmeisterschaft in Erfüllung gegangen. Schachspieler träumten dagegen nicht gerade vom Stadion, in dem Luft und Lärm den Spielern zu schaffen machten. Während der vorletzten Runde sammelten sich als Höhepunkt heißblütige Fans im Stadionrund und sorgten für eine eher ungewohnte Atmosphäre.

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Die Bedingungen waren aber für alle Mannschaften gleich schlecht, so dass die sowjetische Mannschaft dies nicht als Entschuldigung geltend machen konnte. Zum allerersten Mal in der Geschichte musste sich die Sowjetunion mit der Silbermedaille begnügen. Sensationell holten die Ungarn den Turniersieg.

In den darauf folgenden Jahren nahmen die olympischen Turniere aber wieder ihren gewohnten Gang, was den Sieger betrifft. ob im maltesischen Valletta, in Luzern, Saloniki, Dubai oder Novi Sad – Sieger war stets die Sowjetunion.

1984 und 1988 fand das Turnier jeweils in Saloniki statt. Wegen des griechischen Ursprungs der Olympischen Spiele sollte dort nun regelmäßig ein olympisches Turnier stattfinden. Es blieb aus finanziellen Erwägungen bei zwei Ausgaben, schon 1992 musste eilig Moskau einspringen.

Auffällig verlief auch das Turnier 1986. Erstmals fand Olympia in einem arabischen Land statt. Probleme aufgrund der israelisch-arabischen Animositäten waren vorprogrammiert. Fide-Präsident Campomanes hatte alle Hände voll zu tun, die Spaltung der Schachwelt zu verhindern, nachdem er 1985 bereits regelwidrig die WM abgebrochen hatte. Letztlich nahmen Israel sowie einige solidarische Spieler und Verbände in Dubai nicht teil. Auch für jene Spieler und Delegierten, die lediglich einen israelischen Stempel im Reisepass hatten, gab es anscheinend Einreiseprobleme.

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Turniere der Epoche

1976 Haifa, 1978 Buenos Aires, 1980 Valletta, 1982 Luzern, 1984 Saloniki, 1986 Dubai, 1988 Saloniki, 1990 Novi Sad

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Olympia-Hintergrund

Die Schacholympiaden von 1976 bis 1990 fand statt vom .

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6.6.2010, 21.50 Uhr

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