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caissa schach chronik - Schacholympiade

Nach dem Zerfall der Sowjetunion

Schacholympiaden von 1992 bis 2002

Pl. Land G S B
¹) Russland wird hier der besseren Übersicht separat ausgewiesen, ²) 2. Mannschaft
1. Sowjetunion 18 1 0
2. Russland¹ 6 0
3. USA 5 5 6
4. Ungarn 3 6 2

Medaillenspiegel bis 2002

Schon bei der Olympiade 1990 spielte die Sowjetunion nicht mehr mit allen Teilrepubliken. Die baltischen Staaten hatten sich auch im Schach vom Mutterland losgesagt. Deren Teilnahme wurde aber seinerzeit verhindert, obschon die Mannschaften bereits angereist waren.

Schacholympiade von 1992 bis 2002

Olympia
1992-2002

Zwei Jahre später, als in Manila im philippinischen Heimatland des Fide-Präsidenten die nächste Schacholympiade statt fand, hatte die Sowjetunion aufgehört zu existieren. An ihre Stelle waren auch beim Schach ein gutes Dutzend Nachfolgestaaten getreten. Auch Jugoslawien war im Begriff zu zerbrechen. Kroatien, Slowenien und Bosnien traten bereits als eigene Mannschaften an. Restjugoslawien war wie in anderen Sportarten auch suspendiert.

Jahr Ort Sieger
1992 Manila Russland Russland
1994 Moskau Russland Russland
1996 Eriwan Russland Russland
1998 Elista Russland Russland
2000 Istanbul Russland Russland
2002 Bled Russland Russland

Olympiaden 1992 bis 2002

1921 hatte zuletzt eine Weltmeisterschaft ohne einen russischen Spieler stattgefunden. Nur vereinzelt wurden nichtrussische Sowjets Weltmeister, so 1960 der Lette Tal oder 1963 und 1966 der Armenier Petrosjan. Da die besten sowjetischen Spieler auch aktuell jedoch aus Russland stammten, so auch Weltmeister Kasaparow und Vizeweltmeister Karpow, durfte man davon ausgehen, dass die Russen auch was die Vormachtstellung bei Schacholympiaden angeht, Nachfolger der Sowjetunion werden würden. Für die weiteren Medaillen kamen nun andere ehemalige sowjetische Verbände in Betracht.

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Die ersten sechs Olympiaden nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden von der russischen Mannschaft gewonnen. Einmal, als 1994 Moskau Gastgeber war und damit eine zweite russische Mannschaft antreten durfte, sicherte sich diese zusätzlich auch noch die Bronzemedaille. Die Ukraine holte in dieser Zeit einmal Silber und zweimal Bronze. Für Usbekistan gab es 1992 Silber, für Armenien zweimal Bronze.

Auch Deutschland sicherte sich sensationell einmal Silber. Artur Jussupow, Robert Hübner, Rustem Dautov, Christopher Lutz, Klaus Bischoff und Thomas Luther bildeten das erfolgreiche Team von Istanbul 2000.

Bei der Schacholympiade 1994, die kurzfristig in Moskau stattfand, zeigte Garri Kasparow sein Organisationstalent und rettete das Turnier. Dafür wurde er wieder in die Rangliste der Fide aufgenommen. 1998 war in der neu gebauten Schachstadt von Elista das erste große Schachereignis geplant. In der kalmückischen Heimatstadt des neuen Fide-Präsidenten Iljumschinow sollte noch manches Schachereignis stattfinden. Noch vor Olympia spielten hier Karpow und Kamsky 1996 um den Fide-Titel, als die WM in Bagdad sich als unmöglich erwies.

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1992 Manila, 1994 Moskau, 1996 Eriwan, 1998 Elista, 2000 Istanbul, 2002 Bled

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Die Schacholympiaden von 1992 bis 2002 fand statt vom .

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