Mittwoch, 08.09.2010 SitemapDatenschutzImpressum/Kontakt
Benutzerdefinierte Suche

caissa schach chronik - Schacholympiade

Schacholympiade der Frauen

Alle Siegermannschaften

Die erste Schacholympiade der Frauen fand erst 1957 im niederländischen Emmen statt. Gleich bei der ersten Ausgabe nahmen 21 Verbände teil, darunter auch die DDR, die BR Deutschland und Österreich.

Jahr Ort Sieger Spielerinnen
*) Austragung gemeinsam mit der offenen Schacholympiade
1957 Emmen Sowjetunion Olga Rubzowa, Kira Zworikina
1963 Split Sowjetunion Nona Gaprindaschwili, Tatjana Satulowskaja, Kira Zworikina
1966 Oberhausen Sowjetunion Nona Gaprindaschwili, Walentina Koslowskaja, Tatjana Satulowskaja
1969 Lublin Sowjetunion Nona Gaprindaschwili, Alla Kushnir, Nana Alexandria
1972 Skopje* Sowjetunion Nona Gaprindaschwili, Alla Kushnir, Irina Lewitina
1974 Medellin Sowjetunion Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Irina Lewitina
1976 Haifa* Israel Alla Kushnir, Luba Kristol, Olga Podrajanskaja, Lea Nudelman
1978 Buenos Aires* Sowjetunion Maia Tschiburdanidse, Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Elena Achmylowskaja
1980 Valletta* Sowjetunion Maia Tschiburdanidse, Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Nana Iosseliani,
1982 Luzern* Sowjetunion Maia Tschiburdanidse, Nana Alexandria, Nona Gaprindaschwili, Nana Iosseliani
1984 Saloniki* Sowjetunion Maia Tschiburdanidse, Irina Lewitina, Nona Gaprindaschwili, Lidia Semjanowa
1986 Dubai* Sowjetunion Maia Tschiburdanidse, Elena Achmylowskaja, Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria
1988 Saloniki* Ungarn Szusza Polgar, Judit Polgar, Ildiko Madl, Szofia Polgar
1990 Novi Sad* Ungarn Szusza Polgar, Judit Polgar, Szofia Polgar, Ildiko Madl
1992 Manila* Georgien Maia Tschiburdanidse, Nona Gaprindaschwili, Nana Iosseliani, Nino Gurieli
1994 Moskau* Georgien Maia Tschiburdanidse, Nana Iosseliani, Ketevan Arachamia, Nino Gurieli
1996 Eriwan* Georgien Maia Tschiburdanidse, Nana Iosseliani, Ketevan Arachamia, Nino Gurieli
1998 Elista* China Xie Jun, Zhu Chen, Wang Pin, Wang Lei
2000 Istanbul* China Xie Jun, Zhu Chen, Xu Yuhua, Wang Lei
2002 Bled* China Zhu Chen, Xu Yuhua, Wang Pin, Zhao Xue
2004 Calvia' China Xie Jun, Xu Yuhua, Zhao Xue, Huang Qian
2006 Turin* Ukraine Natalja Schukowa, Katerina Lhano, Inna Yanuska-Geponenko, Anna Uschenina
2008 Dresden* Georgien Maia Tschiburdanidse, Nana Dsagnidse, Lela Dschawachischwili, Maia Lomineischwili, Sopiko Khukhaschwili

Alle Olympiasiegerinnen

Bei der Frauen-Olympiade bestand eine Mannschaft lange Zeit nur aus zwei Spielerinnen. Auch der Rhythmus unterschied sich zunächst von den Männer-Olympiaden. Das zweite Turnier fand erst sechs Jahre nach dem ersten statt, danach wurde bis 1972 im Abstand von drei Jahren gespielt. 1972 fand das Frauenturnier dann erstmals gemeinsam mit der Olympiade der Männer an einem Ort statt. Gastgeber war damals Skopje.

Bereits zwei Jahre später fand in Kolumbien das nächste Turnier statt, diesmal aber wieder als einzelnes Turnier. Ab 1976 wurden die Frauen- und die Männer-Olympiade schließlich endgültig zusammen gelegt. Ebenfalls gab es in Haifa erstmals größere Frauenmannschaften. Nun wurde jeder Mannschaftskampf an drei Brettern ausgespielt. Erst 2008 in Dresden bestand jedes Match aus vier Partien. Dagegen wurde ab 1980 auch bei den Frauen im Schweizer System gespielt.

Sowjets siegen

In einem unterschieden sich die Frauenveranstaltungen in keiner Weise von denen der Männer: Die sowjetische Mannschaft siegte fast immer. Bis 1974 gewannen die sowjetischen Spielerinnen alle sechs Turniere. 1976 in Haifa siegte die gastgebende israelische Mannschaft. Die Sowjetunion hatte, wie viele andere Länder leider auch, das Turnier boykottiert.

Als die Sowjets wieder an Bord waren, gewannen sie weitere fünfmal in Folge. Doch noch bevor die Sowjetunion in ihre Einzelteile zerfiel, übernahm eine andere Nation die Vorherrschaft über die Frauen-Olympiade. 1988 in Saloniki und 1990 in Novi Sad siegte jeweils die ungarische Mannschaft. Präziser formuliert wäre wohl: Familie Polgar gewann jeweils Gold. Die Schwestern Szusza, Szofia und Judit siegten jeweils zusammen mit Ildiko Madl. Judit Polgar war beim Sieg in Saloniki gerade einmal 12 Jahre alt.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR übernahm nicht unerwartet Georgien die Vorherrschaft von der Sowjetunion. Ungarns Konkurrenz ließ nach, da die Polgar-Schwestern sich lieber mit den Männern maßen. Die aktuelle Weltmeisterin Maia Tschiburdanidse und ihre Vorgängerin Nona Gaprindaschwili waren Georgierinnen und sicherten ihrer Mannschaft 1992 die erste Goldmedaille, der zwei weitere unmittelbar folgten.

Wie schon bei den Weltmeisterschaften wurden die Chinesinnen auch bei Olympia immer erfolgreicher. Viermal in Folge gewann die chinesische Mannschaft ab 1998 Gold. Zur Mannschaft gehörten die drei Weltmeisterinnen Xie Jun, Zhu Chen und Xu Yuhua. 2006 gewann die Ukraine erstmals das Turnier, 2008 in Dresden übernahmen wieder die Georgierinnen.

Maia Tschiburdanidse holt die meisten Punkte

Anzeige

Es ist sicher kaum überraschend, dass jene beiden Frauen die Einzelstatistik überragen, die zusammen beinahe 30 Jahre lang Weltmeisterinnen waren. Nona Gaprindaschwili sammelte im Laufe der Zeit sage und schreibe 20 Goldmedaillen bei der Frauen-Olympiade. Dazu kamen noch vier silberne und eine bronzene. Elf mal führte sie ihre Mannschaft zum Titel. Niemand gewann öfter als sie – 94 mal.

Maia Tschiburdanidse kam „nur“ auf 15 Gold-, 5 Silber- und 8 Bronzemedaillen. Mit 125½ Punkten aus 167 Partien ist sie die beste Punktesammlerin bei den Frauen.

Neben Tschiburdanidse haben noch vier weitere Frauen 15 mal an einer Schacholympiade teilgenommen. Die größte Anzahl von Spielen erreichte dabei die Spanierin Nieves Garcia Vicente. Jana Bellin (Tschechoslowakei/England), die Bulgarin Margarita Voiska und die Brasilianierin Joara Chaves sind ebenfalls Mitglied im „Club der 15“.

Nationalmannschaften bei caissa

Chronik
Nationalteams
   > Olympia der Frauen

Olympia-Hintergrund

Die Frauen-Olympiade wird seit 2008 im gleichen Modus ausgetragen wie die der Männer. Zuvor bestanden die Teams bis 1974 nur aus zwei, danach dann aus drei Spielerinnen.

Anzeige

Olympia aktuell

Deutschland im Mittelmaß
Jugend nach Olympia
Iwantschuk freigesprochen
Armenien verteidigt den Titel
Vorteil Ukraine

Aktuelle Olympiade
im caissa schach-magazin

Quellen und mehr Informationen

OlimpBase • Fernschach-Olympia

Diese Seite merken

Twitter   Facebook   StudiVZ   MySpace   Linkarena   Mister Wong   folkd   del.icio.us   Google Bookmarks   Windows Live

Letzte Aktualisierung

6.6.2010, 21.50 Uhr

chronik  Nationalteams  Olympia der Frauen © 2007-2010 Rainer Osenberg
Du bist der . Besucher.Counter Valid XHTML 1.0 Strict