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caissa schach chronik - Schacholympiade

Schacholympiade seit 1927

Berichte und Ergebnisse des Opens

Während der Olympischen Spiele 1924 in Paris fand gleicherorts ein internationales Schachturnier statt, bei dem es neben der Einzel- auch eine Nationenwertung gab. Dazu wurden die von den Spielern erzielten Punkte im Turnier einfach addiert. Es war der erste Vorläufer der Schacholympiade.

Schacholympiaden im Laufe der Zeit

Bericht und Tabelle Schacholympiade 1927 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1928 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1930 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1931 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1933 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1935 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1937 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1939 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1950 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1952 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1954 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1956 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1958 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1960 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1962 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1964 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1966 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1968 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1970 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1972 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1974 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1976 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1978 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1980 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1982 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1984 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1986 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1988 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1990 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1992 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1994 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1996 Bericht und Tabelle Schacholympiade 1998 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2000 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2002 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2004 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2006 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2008 Bericht und Tabelle Schacholympiade 2010

Olympiaden seit 1927

Deren Geschichte ist eng mit der Entwicklung der Fide verknüpft. Diese war im Rahmen des bereits erwähnten Turniers gegründet worden und plante wohl schon damals eine Anbindung an die olympische Bewegung. Geplant waren auch Mannschaftsturniere der Nationen, deren erstes im Rahmen des Fide-Kongresses 1926 stattfand, an dem aber nur vier Mannschaften teilnahmen.

Geburtsstunde der Schacholympiade

Beim Fide-Kongress 1927 in London waren bereits 16 Nationen vertreten. Parallel zum Nationenturnier in der Westminster Central Hall, das später zur ersten offiziellen Schacholympiade befördert wurde, ermittelte die Fide auch zum ersten Mal eine Weltmeisterin. Ein Jahr später fand ein weiteres Turnier parallel zu den Olympischen Sommerspielen in Amsterdam statt. Gespielt wurde im benachbarten Den Haag mit Amateurspielern. Offenbar wollte man sich der Olympischen Bewegung anpassen und hoffte auf die Aufnahme in die selbe.

1933 fand die Schacholympiade – die diesen Namen aber erst nach dem II. Weltkrieg bekommen sollte – ihren festen Zwei-Jahres-Rhythmus. 1939 wurde erstmals außerhalb Europas gespielt. Die hohe Teilnehmerzahl machte es erforderlich, zunächst in Vorrundengruppen zu spielen. Während des Turniers brach der II. Weltkrieg aus und machte das Ergebnis zur Nebensache. Die deutschen und österreichischen Goldmedaillengewinner blieben wie viele ihrer europäischen Schachfreunde gleich in Südamerika.

Die Sowjetunion kam, sah und siegte

In Dubrovnik fand 1950 die erste Schacholympiade nach dem Krieg statt. Inzwischen hatte die Fide ihre Arbeit wieder aufgenommen und sogar die Kontrolle über die Weltmeisterschaften übernehmen können. Mit der Sowjetunion war die wichtigste Schachnation dem Weltverband beigetreten. 1950 nahm sie jedoch nicht an der Schacholympiade teil und ermöglichte damit den gastgebenden Jugoslawen den Titel.

In Helsinki fand 1952 unmittelbar nach den Sommerspielen die erste Schacholympiade mit sowjetischer Beteiligung statt. In den nächsten Jahrzehnten lief die Veranstaltung immer auf die gleiche Weise ab: In der Vorrunde plazierten sich die teilnehmenden Nationen für die Finalrunden, und Sieger der Finalrunde A wurde stets die Sowjetunion. Nur bei der Vergabe der weiteren Plätze gab es Abwechslung.

Olympiasieger
Sowjetunion Sowjetunion1952, 1954, 1956, 1958, 1960, 1962, 1964, 1966, 1968, 1970, 1972, 1974, 1980, 1982, 1984, 1986, 1988, 1990
Russland Russland1992, 1994, 1996, 1998, 2000, 2002
USA USA1931, 1933, 1935, 1937, 1976
Ungarn Ungarn1927, 1928, 1978
Ukraine Ukraine2004, 2010
Armenien Armenien2006, 2008
Jugoslawien Jugoslawien1950
Polen Polen1930
Deutschland Deutschland1939

Alle Olympiasieger

Bis 1974, als zum letzten Mal die Schacholympiade im üblichen Modus mit Vor- und Finalrunde ausgetragen wurde, sammelte die Sowjetunion zwölf Goldmedaillen. Nur drei Mannschaftskämpfe wurden verloren, zweimal gegen Ungarn und einmal – man lese und staune – gegen Deutschland.

Ein neues Spielsystem wird eingeführt

Seit den 1970er-Jahren versuchte die Fide, massiv zu expandieren und auch Nationen der Dritten Welt in die Schachwelt zu integrieren. In Nizza gingen 1974 bereits 75 Mannschaften an die Bretter. Bei der Schach-WM 1976 wurde daher ein neues Spielsystem eingeführt. Gespielt wurde nun im Schweizer System, zunächst über 13 Runden, anschließend viele Jahre über 14 Runden. Eine weitere Änderung war das Zusammenlegen der offenen „Männer“- und Frauenolympiade.

Zunächst einmal ging die Teilnehmerzahl aber massiv zurück. Das lag daran, dass 1976 im israelischen Haifa gespielt wurde. Nicht nur die arabischen Staaten, sondern auch der Ostblock weigerten sich, in Israel anzutreten. Selten war man so weit weg vom Fide-Leitspruch „Wir sind eine Familie“.

Auch im Schweizer System blieb die Sowjetunion dominierend. 1976 überließ man den USA den Turniersieg durch den Boykott der Spiele in Israel. Zwei Jahre später in Buenos Aires musste man zum ersten Mal in der Geschichte einer anderen Mannschaft den Vorrang überlassen: Hinter Ungarn reichte es den Sowjets nur für Silber. In den folgenden Jahren beherrschte die Sowjetunion dann wieder wie gewohnt die Schacholympiade.

Russland auch beim Schach sowjetischer Nachfolger

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Als 1992 in Manila die Schacholympiade ausgetragen wurde, existierte die Sowjetunion nicht mehr und war in ein gutes Dutzend Staaten zerfallen. Russland übernahm nun die sowjetische Rolle und gewann sechsmal in Folge, aber nicht immer ohne Mühe. Bei der Olympiade 1994, die kurzfristig nach Moskau verlegt wurde, gewann Russland sogar Gold und Bronze.

Aus deutscher Sicht war vor allem die Schacholympiade in Istanbul bemerkenswert. Hier gewann das deutsche Team um Artur Jussupow und Robert Hübner sensationell die Silbermedaille.

Russlands Dominanz ist dahin

2002 gelang der russischen Mannschaft in Bled der letzte Sieg bei der Schacholympiade. Inzwischen ist die russische Dominanz gebrochen. Zweimal fuhr Russland sogar ohne Mannschaftsmedaille nach Hause. 2004 auf Mallorca war es die ukrainsche Mannschaft, die Russland auf Platz 2 verwies. 2006 und 2008 waren es jeweils die Armenier, die jeweils überraschend Gold gewannen. Auch im 2010 im eigenen Land konnte Russland nicht die ersehnte Goldmedaille gewinnen. Wieder musste man der Ukraine den Vortritt lassen. Immerhin gewannen die Frauen souverän.

Bei der Olympiade 2008 in Dresden wurden einige Regeln geändert. Neben Nulltoleranz- und Dopingregeln wurde das Turnier auf elf Runden gestrafft. Erstmals wurden die Mannschaftspunkte als Erstwertung heran gezogen.

Lajos Portisch bei der Schacholympiade 1980

Rekordspieler Lajos Portisch

Die besten Spieler aller Zeiten

Mehr als 5.700 Spieler haben laut OlimpBase bisher an Schacholympiaden teilgenommen. Der absolute Rekordspieler ist der Ungar Lajos Portisch. Zwischen 1956 und 2000 nahm er an 20 Turnieren teil und spielte dabei 260 Partien. Aus diesen erzielte er bei 121 Siegen 176½ Punkte. Portisch gewann insgesamt eine Gold- sowie je fünf Silber- und Bronzemedaillen in der Einzel- und Mannschaftswertung.

Die 20 Turniere nicht ganz geschafft haben Eugenio Torre von den Philippinen und der Finne Heikki Westerinen. Je 17 Turniere spielten Viktor Kortschnoi (Sowjetunion/Schweiz) und William Hook von den Jungferninseln.

Garri Kasparow gewann die meisten Medaillen: 15 mal Gold, je 2 mal Silber und Bronze. Acht Goldmedaillen davon gewann er mit der Mannschaft. Mit sieben Einzelgoldmedaillen ist er auch der erfolgreichste Spieler bei den Einzelmedaillen. Neben ihm brachte es auch Tigran Petrosjan auf insgesamt 15 Goldmedaillen, wovon aber neun mit der Mannschaft errungen wurden. Michail Tal und Paul Keres gewannen je fünfmal Einzelgold, Viktor Kortschnoi und Wassili Smyslow noch je viermal.

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Mit Hilfe der „Film“-Grafik oder der Siegerliste im Text kannst Du eine Schacholympiade mit Tabelle und Bericht aufrufen.

Hintergrund Schacholympiade

Die Schacholympiade entstand aus dem Wunsch, Teil der Olympischen Spiele zu werden, was aber nie gelang. Inzwischen gehört das Turnier zu den größten Sportveranstaltungen der Welt und wird alle zwei Jahre im Schweizer System ausgetragen. Bei der „Männer“-Olympiade dürfen, wie bei allen Schachturnieren auch Frauen mitspielen.

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Quellen und mehr Informationen

OlimpBase • Fernschach-Olympia

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Text: Rainer Osenberg, Bilder: unbek. (Atombombenexplosion, gemeinfrei Details), US-Nationalarchiv (38. Breitengrad, gemeinfrei Details), Online-Museum der syrischen Geschichte (Geschütz, gemeinfrei Details), US Air Force (Napalmeinsatz, gemeinfrei Details), sajed.ir (Gasmaske, cc-by-sa 3.0 Details), US Army (Raketenabwehr, gemeinfrei Details), National Park Service (New York, gemeinfrei Details), Robert Hyatt (Berge, gemeinfrei Details)

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Letzte Aktualisierung

8.11.2010, 11.57 Uhr

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