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caissa schach chronik - Schacholympiade

Sowjets kamen und siegten

X. Olympiade in Helsinki

Turm des Olympiastadions

Turm des Olympiastadions

Dem Wunsch, Schach zum Teil der Olympischen Spiele zu machen, kam man 1952 einen Schritt näher. Immerhin unmittelbar nach den Sommerspielen fand in der finnischen Hauptstadt Helsinki die Schacholympiade statt, genauer gesagt im Olympiastadion.

25 Mannschaften mit 140 Spielern traten an, darunter endlich auch die inzwischen zur Schachübermacht avancierte Sowjetunion, die natürlich auch der absolute Favorit war. Die große Anzahl der Teilnehmer machte zum zweiten Mal nach 1939 eine Vorrunde erforderlich.

Die UdSSR kommt langsam aber gewaltig

In Gruppe 1 setzten sich erwartungsgemäß Argentinien, Deutschland und die Tschechoslowakei durch. Ebenso klar war das Bild in der zweiten Vorrundengruppe, wo sich Schweden, Ungarn und Titelverteidiger Jugoslawien durchsetzten. Die DDR erreichte dahinter immerhin einen 4. Platz. In Gruppe 3 ging es etwas spannender zu. Hinter den dominierenden Sowjets qualifizierten sich die USA und Finnland. Für Israel, die Niederlande und Polen reichte es indes nur zur B-Finalrunde.

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In der Finalrunde übernahm zunächst der Titelverteidiger nach dem 3:1 über Deutschland die Führung. Die Punkte aus der Vorrunde waren übrigens verfallen. Die Sowjets mussten gegen Ungarn mit einem 2½:1½ vorlieb nehmen, da Keres am ersten Brett verlor. Im Duell gegen die USA gab es dann sogar nur ein 2:2, so dass Jugoslawien seinen Vorsprung ein wenig ausbauen konnte. Auch in der Folgezeit blieb Jugoslawien vorn und witterte eine Überraschung.

In der 6. Runde, nach dem 2:2 der UdSSR gegen die Tschechoslowakei, folgte dann das direkte Duell. Auch dieses endete 2:2. Jugoslawien blieb einen halben Punkt vor den USA. Die Sowjetunion hatte aber ein Spiel weniger absolviert. Nach der 7. Runde hatte Jugoslawien 16½ Punkte auf dem Konto, die USA 15, die Sowjets mit einem Spiel weniger 14. Als die Jugoslawen in der vorletzten Runde pausierten, nutzte die UdSSR die Gunst der Stunde beim klaren Sieg über Deutschland. Die USA, die in der letzten Runde zum Zuschauen verdammt waren, erspielten sich 17 Punkte und hatten die Goldchancen somit verspielt. Jugoslawiens Karten waren bei 1½ Punkten Rückstand ebenfalls schlecht gemischt.

In der Schlussrunde ließ der Favorit beim 3:1 gegen Schweden nichts mehr anbrennen und gewann Gold. Argentinien sicherte sich durch das 3:1 gegen Ungarn noch den 2. Platz vor Jugoslawien.

Abschlusstabelle der Finalrunde

Pl. Mannschaft Sp S U N Pkt. Brpkt.
Die Brettpunkte entschieden über die Plazierung.
1. Sowjetunion 8 5 3 0 13 21
2. Argentinien 8 5 0 3 10 19½
3. Jugoslawien 8 5 2 1 12 19
4. Tschechoslowakei 8 3 3 2 9 18
5. USA 8 2 5 1 9 17
6. Ungarn 8 3 2 3 8 16
7. Schweden 8 1 3 4 5 13
8. BR Deutschland 8 0 2 6 2 10½
9. Finnland 8 1 2 5 4 10

Nationalmannschaften bei caissa

Chronik
Nationalteams
   > Olympia
      > 1950-1974
         > Helsinki 1952

Turniere der Epoche

1950 Dubrovnik, 1952 Helsinki, 1954 Amsterdam, 1956 Moskau, 1958 München, 1960 Leipzig, 1962 Varna, 1964 Tel Aviv, 1966 Havanna, 1968 Lugano, 1970 Siegen, 1972 Skopje, 1974 Nizza

Die Medaillengewinner

Sowjetunion
Sowjetunion
Paul Keres, Wassili Smyslow, David Bronstein, Efim Geller, Isaak Boleslawski, Alexander Kotow
Argentinien
Argentinien
Najdorf, Bolbochan, Eliskases, Pilnik, Rossetto
Jugoslawien
Jugoslawien
Gligoric, Rabar, Trifunovic, Pirc, Fuderer, Milic

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Olympia-Hintergrund

Nach dem II. Weltkrieg wurde die Olympiade alle zwei Jahre ausgetragen. Die Teilnehmerzahl machte Vorrunden und anschließende Finalrunden erforderlich. Die X. Olympiade in Helsinki fand statt vom 9. bis 31. August 1952.

Olympia aktuell

Deutschland im Mittelmaß
Jugend nach Olympia
Iwantschuk freigesprochen
Armenien verteidigt den Titel
Vorteil Ukraine

Aktuelle Olympiade
im caissa schach-magazin

Quellen und mehr Informationen

OlimpBase • Fernschach-Olympia

Rechte an dieser Seite

Text: Rainer Osenberg, Bild: Jonik (Helsinki, cc-by-sa 2.0 Details)

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6.6.2010, 21.50 Uhr

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