| Samstag, 31.07.2010 | Sitemap • Datenschutz • Impressum/Kontakt | |||||||||||||||||||||
![]() |
Benutzerdefinierte Suche
|
|||||||||||||||||||||
|
caissa schach-chronik - WeltmeisterschaftWeltmeisterschaften der FideAlternative Weltmeister 1993 bis 2005
Fide-Weltmeister 1993 bis 2005 Die Qualfikation zur Weltmeisterschaft 1993 verlief zunächst ganz normal. Der Weltmeister von 1975 bis 1985, Anatoli Karpow, musste sich zwar im Halbfinale des Kandidatenturniers geschlagen geben, doch war er inzwischen auch bereits mehr als 40 Jahre alt. Nigel Short qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft. Im Frühjahr 1993 begann das Chaos: Kasparow und Short weigerten sich, unter der Ägide der Fide um den Titel zu spielen und wurden schließlich von deren Rating-Liste entfernt, Kasparow der Titel entzogen. Die Fide lud den Verlierer des Kandidatenfinals, Jan Timman, und einen der Verlierer des Halbfinals, Ex-Weltmeister Karpow, zu einer eigenen WM ein. Die Schachwelt war geteilt. Die Fide-Weltmeisterschaft stand von Anfang an unter keinem guten Stern, und das lag nicht an der brennenden Fahne bei der Eröffnung am 6. September 1993. Logischerweise war das Interesse von Presse und Öffentlichkeit am Match zwischen den anerkannten Weltmeister und dessen Herausforderer viel größer als am Match der Verlierer. Dann wurde das Preisgeld der Fide-WM geviertelt, der Co-Veranstalter Oman sprang ab. Nach einer langen Pause konnte schließlich in Indonesien der Titel vergeben werden. Anzeige
Nach einem „normalen“ Zyklus 1996 begann die Fide unter ihrem neuen Präsidenten Iljumschinow, die Regeln des Wettbewerbs anzupassen. Dies führte letztlich zu einem immer rapideren Akzeptanzverlust des Wettbewerbs. Zunächst wurde ein Ko-Turnier für die Kandidatur eingeführt. Dieses wurde von Anand gewonnen, der sich in den folgenden Tagen von einem völlig ausgeruhten Fide-Weltmeister Karpow schlagen lassen musste. Ab 1999 wurde das Ko-Turnier dann auserwählt, den Weltmeister zu ermitteln. Im überwiegenden Teil der Runden sollten zwei Partien die Entscheidung über Weiterkomemn und Ausscheiden bringen. Im Zweifelsfalle entschieden Schnell- und Blitzschachpartien. Die Fide-WM verkam zum Glückspiel. Als dann auch noch die Bedenkzeiten verkürzt wurden, war das Maß voll: Außerhalb des engsten Fide-Funktionärenkreises nahm wohl niemand mehr die Fide-WM ernst, erst recht, als mit Rustam Kasimdzhanov 2004 ein absoluter Außenseiter den Titel erringen konnte. Die Fide setzte auf Wiedervereinigung und richtete dazu 2005 ein Einladungsturnier um den Titel aus. Die Vereinigung blieb aus, doch das Turnier war hochklassig und wurde von Wesselin Topalow überlegen gewonnen. Der sportliche Wert der Fide-WM war rapide in die Höhe geschnellt und setzte wiederum Braingames unter Druck, den aktuellen Veranstalter der klassischen WM. 2006 kam es mit dem Match zwischen Kramnik und Topalow endlich zur lang ersehnten Wiedervereinigung der Weltmeisterschaften. |
Hintergrund Fide-WM Als sich Weltmeister Kasparow und sein Herausforderer Short 1993 weigerten, die WM unter der Fide zu spielen, teilte sich die Schachwelt, und für mehr als zehn Jahre wurden zwei Weltmeister ermittelt. Anzeige
WM aktuell Topalow droht mit Ausstieg Aktuelle Weltmeisterschaften Quellen und mehr Informationen Mark Weeks • The Week in Chess • ChessBase • BrasilBase und zahlreiche Printmedien. Rechte an dieser Seite Text: Rainer Osenberg, Bilder: Frank Hoppe (Karpow, gemeinfrei Details), unbekannt (Khalifman, Details), unbekannt (Anand, Details), unbekannt (Ponomarjow, Details), unbekannt (Kasimdzhanov, Details), unbekannt (Topalow, gemeinfrei Details) Diese Seite merken |
|||||||||||||||||||||
| chronik WM Fide-WM | © 2007-2010 Rainer Osenberg | |||||||||||||||||||||
| Du bist der . Besucher. |
||||||||||||||||||||||